ZALE-FRIEDHOF IN LJUBLJANA, SLOWENIEN
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  Zdenko Kalin
Lebensbrunnen
1965

Jože Plecnik
Grab von Blumauer
1942

Lojze Dolinar
Grabstein von O.E.Krek
1920


France Kralj
Grab der Familie Menardi
um 1930


Jože Plecnik
Eingangsbogen
1938/40

 

 
Zale, ein altes slawisches Wort für Friedhof, ist der Hauptfriedhof der Stadt Ljubljana. Er wurde 1906 angelegt und wird heute noch genutzt. In den Jahren 1938/40 wurde er nach Plänen des Architekten Jože Plecnik gestaltet (1872-1957), der als die wichtigste Figur in der Architekturgeschichte Sloweniens gilt.
Hinter einem symmetrischen Eingangsgebäude, einer Kombination aus zwei durch einen Säulengang verbundener Flügel, beginnt der Park mit individuellen Kapellen und Grabsteinen. Die Hauptallee führt zur Bestattungskapelle.
Neben der herausragenden Gestaltung durch Plecnik gründet die Bedeutung dieses Friedhofs auch auf den Gräbern bekannter Persönlichkeiten sowie den Grabmälern als Werke berühmter slowenischer Künstler.
 
Durch den Friedhof verläuft der so genannte Weg der Erinnerung und der Gemeinschaft in Gedenken an einen Stacheldrahtzaun, der die Stadt von 1942 bis 1945 umgeben hatte. Nach dem Krieg hatte man diesen 30 Kilometer langen Grenzstreifen in einen Grüngürtel um die Stadt umgewandelt.
Der neue Teil des Friedhofs ist 1988 vom Architekten Marko Music gestaltet worden,mit einem Entwurf für diese Totenstadt, der Plecniks Arbeit und seinen Sinn für die klassische Tradition der Antike und des alten Ägypten respektiert.
Der Zale-Friedhof ist für die slowenische Kultur von großer Bedeutung. Zugleich steht er aufgrund seines hohen künstlerischen Wertes als einzigartig unter den Friedhöfen Europas da.