MONUMENTALFRIEDHOF IN MAILAND, ITALIEN
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  Del Duca-Grabmal (Detail),
Entwurf und Skulptur von Francesco Messina
1964

Körner-Grabmal
Architekt
Giulio Ulisse Arata
Bildhauer Adolfo Wildt
1929

Carinelli Montini-Denkmal
Bildhauer
Ernesto Bazzaro
1905-1968

Tantardini-Denkmal
Bildhauer
Antonio Tantardini
1879

Gedenkkapelle Famedio
Architekt
Carlo Maciachini
1875-1887

 

 

 
Der Mailänder Monumentalfriedhof erstreckt sich auf 250.000 qm. 1866 eingeweiht, geht seine Anlage auf den Architekten Carlo Maciachini (1818-1899) zurück.
Die Lage entsprach hygienischen und stadtplanerischen Bedürfnissen, da sich die meisten Friedhöfe innerhalb der Stadt befanden. Außerdem wollte die Stadt den Bürgern einen repräsentativen Ort zum Gedenken an ihre Toten zur Verfügung stellen. So finden innerhalb der Mauern des Monumentalfriedhofes unterschiedliche religiöse Bestattungen statt, etwa auf den Feldern für Nichtkatholiken und für Juden.
Der Entwurf von Maciachini umfasst verschiedene Stile, ganz dem damaligen eklektischen Zeitgeschmack entsprechend.
 
So kommen Pisaner Gotik und lombardische Romanik zusammen mit Elementen byzantinischen Stils.
Den Eingangsplatz beherrscht die Gedenkkapelle Famedio, die Benennung ist ein treffender Neologismus, denn der Tempel beherbergt berühmte (Ruhm=fama) und verdienstvolle Bürger.
Die Grabskulpturen und Familienkapellen auf dem Monumentalfriedhof begleiten die Stadtgeschichte und ihre architektonische Entwicklung von Realismus und Eklektizismus, von Jugendstil und Art Deco bis hin zu zeitgenössischen Formsprachen, als einer Art Museum unter freiem Himmel, bei dem zahlreiche italienische Künstler mitgewirkt haben.
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