FRIEDHOF CERTOSA IN BOLOGNA, ITALIEN
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  Eine Skulptur von Paolo Aleotti auf seinem eigenen Grab,
antequam 1881

Bogengang der Kreuzgänge
Nr.1 und Nr.3

Bildhauer
Giovanni Putti:
Fornasari-Grabmal
1818

Marco da Venezia:
Geschichten aus dem Leben des Heiligen Bruno: der Tod des Heiligen
1638

Angelo Venturoli
Giovanni Putti
Flaminio Minozzi
Giacomo Savini
für das Ottani-Grabmal
1815-16

 

 

Der Stadtfriedhof wurde 1801 in einer Kartause, die auf die Mitte des 14.Jahrhunderts zurückgeht, eröffnet. Sie war 1797 durch Napoleon säkularisiert worden. Zur Anlage gehört auch die San Girolamo geweihte Kirche, die ein mit Intarsien geschmücktes Chorgestühl beherbergt sowie Malereien von Antonio und Bartolomeo Vivarini, Ludovico und Agostino Carracci, Guercino (heute in der Pinakothek von Bologna), von Bartolomeo Cesi und weiteren bedeutenden Bologneser Malern aus dem 17.Jahrhundert.
Rasch entstanden im Auftrag der adligen und großbürgerlichen Familien Bolognas Grabmäler und Kapellen, die die Kartause zu einem regelrechten "Open-Air-Museum" machten.
Klassizistische Grabskulpturen neben Gräbern aus der Zeit des Realismus (um 1870) kennzeichnen den Friedhof.

 
Hinzu kommen die Wandmalereien, als Fresko oder Tempera, die wohl einzigartig auf der Welt sein dürften. Im 19.Jahrhundert wurde die Friedhofs-Kartause von Bologna so berühmt, dass Reisende wie Byron, Dickens, Mommsen, Stendhal sie in ihre Grand Tour durch Italien einbezogen.
Im späten 19.Jahrhundert wurde bei Erweiterungsarbeiten eine etruskische Nekropole mit 420 Gräbern entdeckt, was neues Licht auf den Monumentalfriedhof warf. Die archäologischen Ausgrabungen können heute im städtischen Archäologiemuseum bewundert werden.